„Microbirth – Der größte Moment“ (DVD-Rezension)

Rezension von Natascha Stevenson

microbirthWas wäre, wenn unser gesundheitliches Schicksal bereits von den allerersten Momenten unseres Daseins abhinge? Würden wir dann nicht automatisch versuchen, den Start so positiv und günstig wie möglich zu gestalten? Wahrscheinlich würden wir zumindest nicht leichtfertig damit umgehen, wie wir unser Leben beginnen. Der Untertitel dieser Dokumentation „Die Geburt als Schlüssel zu lebenslanger Gesundheit“ beschreibt eindeutig die Message des Films. Nicht grundlos gewann er auf dem „Life Sciences Film Festival“ 2014 in Prague einen großen Preis, schließlich behandelt er eines der Kernthemen der Menschheit.

Die Art der menschlichen Geburt ist womöglich der Auslöser dafür, warum manche Menschen krankheitsanfällig sind, während andere im Gegensatz dazu von Anfang an sehr robust sind und gesund bleiben. Wie kommt man zu solch einer Behauptung? Durch kritische Beobachtung! Amerikanische Wissenschaftler, die Untersuchungen in diesem Bereich anstellten, argumentieren im Film für eine natürliche Geburt ohne Kaiserschnitt.

Die Forscher erklären, dass dem Neugeborenen ein bakterielles „Schutzschild“ bei der natürlichen Geburt, während des Passierens des weiblichen Geschlechtsorgans,  von der Mutter auf das Kind übertragen wird. Zahlreiche Szenen in Krankenhäusern oder Geburtseinrichtungen, wie zum Beispiel wasserbefüllte Wannen, werden gezeigt – doch  im Besonderen auch die Variante des Kaiserschnitts. Denn durch die operative Öffnung entfällt die besagte Übertragung, sodass die beliebte  Geburtsmethode „Kaiserschnitt“ zu einem ungeahnten Nachteil für das Baby führt. Sein Immunsystem kann und wird nie so stark sein, wie das eines natürlich Geborenen – so die These.

Der Film zeigt ebenso ein paar andere Faktoren auf, die dem Kindeswohl nicht dienen und dennoch ohne Bedenken immer öfter zum Einsatz kommen. Beispielsweise stört auch der immense Einsatz von Antibiotika den Aufbau des jungen, bakteriellen Ökosystems.

Diese preisgekrönte Dokumentation eröffnet faszinierende Einblicke in eine aktuelle, wissenschaftliche Forschung und verweist auf Auswege aus der weltweit bedrohlich ansteigenden Immunschwäche. Vielleicht wäre also zu überdenken, ob man zum Zwecke der Bequemlichkeit den hohen Preis von Zivilisationskrankheiten zahlen will. Unsere Mikroorganismen sind mehr wert, als uns bewusst ist! Der Film räumt zuletzt zwar ein, dass damit nicht automatisch der Beweis für den Ursprung all unserer aktuellen Zivilisationskrankheiten gefunden ist – sondern sicher auch noch andere Elemente mit reinspielen – doch er macht klar, dass dem Individuum mindestens etwas entgeht, wenn es per Kaiserschnitt zur Welt gebracht wurde.

Dieser einstündige Film von Toni Harman and Alex Wakeford ist eine amerikanische Produktion und vollständig ins Deutsche übersetzt worden.

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