„Medizin – Geschichte einer Wissenschaft“ von Christine Pauli

Rezension von Natascha Stevenson

DCF 1.0Die schwarze Schutzhülle mit fünf Ausstanzungen lässt schon erahnen, dass dieses Buch viele Einblicke eröffnet. Eine sehr stabile Buchbindung sowie Größe und Gewicht des Buches lassen auch darauf schließen, dass sich hierin Wertvolles verbirgt. Und so ist es tatsächlich! 288 glänzend glatte und vollfarbige Seiten tragen zu seinem edlen Eindruck bei. In schwarzen Hintergrund getaucht befinden sich ganze 300 große und kleine Farbabbildungen in Kombination mit weißem Text und farbigen Überschriften. Die Abbildungen sind äußerst abwechslungsreich – nicht nur, weil sie aus unterschiedlichsten Epochen und Kontinenten stammen, sondern sich auch alte und neue Fotographien mit der Darstellung früherer Kunstwerke aller Art abwechseln. Von Röntgenaufnahmen und heutigen OP-Tischen, mikroskopischen Aufnahmen über schwarz-weiß Fotographien und alten Staturen oder Monumenten bis hin zu Kupferstichen und Gemälden…wirklich alles, was zur Erklärung der Medizingeschichte beitragen kann, ist hier auf beeindruckende Weise vertreten. Das Coverbild bietet dahingehend also schon einen sehr guten ersten Eindruck von der Buchgestaltung.

Neben diesen optischen Aspekten besteht dieses Buch natürlich vor allem auch aus seinen Inhalten in Textform. Diese sind sehr vielseitig und detailliert, und lassen dennoch genug „Raum“, indem die Schrift angehm groß und die Seiten nicht bis zum Rand bedruckt sind. Es geht um Heilweisen und Krankheiten, die besondere Entwicklungen mit sich brachten – von TCM und Aderlass über Malaria, Aids und zahlreiche andere. Auch die beeindruckendsten Entdecker, Forscher und Ärzte wie  Röntgen, Galen und Hippokrates werden genau in chronologischer Abfolge vorgestellt. Die Wissensvermittlung erstreckt sich hier von den Anfängen der Medizin, dem Mittelalter und Renaissance, der Entdeckung des Mikrokosmos und den Zeiten des Aufbruchs schließlich bis in die Zukunft der Medizin. Der „spannenden Kampf gegen Krankheit und Siechtum von den Anfängen bis in unsere Tage“ kann also als übergreifendes Thema verstanden werden.

Die freie Autorin Christine Pauli ist seit 10 Jahren als Wissenschaftsjournalistin für mehrere Verlage tätig. Ihre Qualifikation für das Schreiben des Buches ergibt sich vor allem aus ihrem Biologie-Studium.

Obwohl man sich also dem sehr vielschichtigen und anspruchsvollen Thema Medizingeschichte widmet, bekommt man nur so viel wie nötig zu Lesen und fühlt sich nicht überfordert mit Fachwissen. Dies ist ein Grund mehr, warum es wirklich Spaß macht dieses Buch zu durchstöbern…es wird einem weder langweilig dabei, noch zu anstrengend! Die „gesunde Mischung“ von Wissen und Unterhaltung ist hier voll und ganz präsent.

Man muss kein Mediziner sein, um dieses Buch zu lieben!

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