„Mantras“ von Pari Laskaridis (Rezension)

Rezension von Doris Iding

mantrasPari ist zusammen mit seiner Frau Satyaa seit vielen Jahren ein fester Bestandteil von Yogafestivals und der spirituellen Musikszene. Weltweit singen sie sich dort mit Mantras in die Herzen vieler Menschen.

Das neue Buch (mit Audio CD) von Pari ist ebenfalls zutiefst berührend. Mit einfachen und klaren Worten zugleich spürt er der Geschichte und dem Wesen der Mantras nach. Dadurch macht er es möglich, tief in die Hintergründe der Mantras einzutauchen, die der Musiker und Satsanglehrer hier meisterhaft zusammenträgt: „Mantras sind die in Worte, Klänge und Silben gefassten Schlüssel der Kraft … (uns) aus den Irrgärten … (des) Verstands herauszuführen.“

Das tiefe Verständnis und die Weisheit, es in einfache Worte zu fassen, stammen bei Pari offensichtlich von seinen Lehrjahren bei Osho und Papaji sowie von den langjährigen Aufenthalten in verschiedenen Ashrams weltweit; vorher hatte er in Deutschland Psychologie studiert und sich intensiv mit indischer Mystik beschäftigt. Dieses Wissen schwingt zwischen den Zeilen mit. Damit macht Pari wieder einmal deutlich, dass die Vermittlung einer Materie sehr einfach wird, wenn man sie von innen heraus durchdrungen hat. Ein solch vielschichtiger Zugang erreicht die Leser unmittelbar – sowohl im Geist als auch im Herz.

Durch dieses Buch lernt man viel Neues über Ursprung und Wirkung der Mantras. Pari geht auf verschiedene Mantraformen und beschreibt beispielsweise Nirguna-, Saguna- oder Bija-Mantras. Er erklärt wie Mantras zum Schlüssel unserer Verbundenheit mit dem Universum werden können.

Pari macht deutlich, wie wichtig Absicht, Bewusstsein und vor allem der Klang sind und wie die Stimme als Instrument kraftvoll einsetzt werden kann. Mit der richtigen Frequenz beginnt alles zu schwingen mit dem Urlaut OM als subtilster Urschwingung, als göttlicher Schöpferschwingung und entfaltet als Mantra seine starke, heilende Kraft, die auf Nervensystem, Gehirn, verschiedene Organe und die endokrinen Drüsen einwirkt.

Im Kapitel „Praxis der Mantras“ fasst der Grieche über das reine Chanten hinaus besondere, vergessene Arten zusammen. So wird die Mantra-Praxis zur Begegnung mit uns selbst, mit unserem Innersten, zu einem Gebet an das Universum, an das Göttliche in uns. Wer sich fragt, wie er sein Mantra findet, erhält verschiedene Antworten; denn egal, ob es christliche, jüdische, islamische oder Mantras aus dem Sanskrit sind, entscheidend ist die Hingabe. Am Ende des Buchs sind einige Mantras detailliert erklärt mit ihren männlichen oder weiblichen Aspekten und laden zum Ausprobieren ein.

Wie schnell Klang und Mantras den Geist entrücken können und in eine tiefe Entspannung führen, beweist die Audio-CD, deren sieben Titel einen sofort gefangen nehmen – und das Herz tief berühren. Wunderbar eindringlich gesungen und gesprochen sind sie von Pari und seiner Frau Satyaa.

Die Fusion von westlich-östlicher Instrumentalisierung öffnet nicht nur das Herz, sondern auch den inneren Raum: Mit geschlossenen Augen zuzuhören und mitzusingen wird die Aussage von „Wir haben keine Seele, wir sind sie; wir haben einen Körper, wir sind nicht unser Körper“ gelebte Wirklichkeit.

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