Horoskop August – Familie im Einklang

illu August Horoskop
Illustration von Natascha Stevenson

Mit der Familie im Einklang: We are family!

August 2015

Ein Horoskop von Sonja Schön

In der Astrologie haben vor allem die Wasserzeichen Krebs, Skorpion und Fische mit dem Thema „Familie“ zu tun. Denn die Domäne des Krebses ist die Familie. Mit ihr, seiner Heimat und seiner Kindheit ist er stets seelisch verbunden. Wäre da nicht sein enormer Ehrgeiz, der Krebs würde diesen geschützten Bereich nicht verlassen. Interessanterweise symbolisiert das Tierkreiszeichen Krebs auch den Archetyp der Mutter. Noch tiefer steigt das Tierkreiszeichen Skorpion in die Thematik ein. In der Regel ergründet er die Vorfahren, erstellt den Stammbaum und durchleuchtet die Besitztümer und Erbschaften der Sippe. Scharfsinnig und unnachgiebig ist er stets auf der Suche nach der letzten Wahrheit. Dabei spricht er das an, was alle anderen gerne verschwiegen hätten. Fische tragen oft ein Geheimnis aus der väterlichen Linie mit sich. Ja, Fische sind geradezu das Tierkreiszeichen der Heimlichkeiten. Diese entfalten sich jedoch in aller Stille oder lassen sich in der Abgeschiedenheit erahnen, finden und hervorholen. Fische sind nicht umsonst das lebendige Zeugnis vom göttlichen Wirken in dieser Welt. Wer mehr über den engsten Verbund, in dem wir uns in der Regel durch Geburt oder Heirat befinden, wissen möchte, sollte sich mit seiner eigenen Sonne beschäftigen. Sie symbolisiert unseren Vater und die väterliche Linie. So kann man seinen energetischen Platz in der Sippe intensiver einnehmen, seinen Vater neu kennen lernen und besser verstehen. Denn zwischen Vater und Kind gilt astrologisch die Abmachung, dass das Kind sein Erbe antritt und der Vater ihm durch sein Verhalten bei der Umsetzung hilft.

 

Widder (21.03. bis 20.04.):

Aufgabe innerhalb der Familie:

Widder sind Krieger bzw. Amazonen. Sie sollen die Welt erobern, ihr den eigenen Namen aufprägen, eine Spur hinterlassen. Mutig sollen sie Entscheidungen treffen und sie umsetzen. Immer wieder neue Projekte anstoßen ist ihre Bestimmung. Ein Widder weist darauf hin, dass in der Familie etwas geschah, das in eine Sackgasse führte und nun nach einem Neuanfang verlangt. Dazu muss der Widder die Initialzündung sein. Oder es gab einmal in der Familie viel Streit und Ungerechtigkeit. Deshalb soll nun der Widder-Geborene eine Auseinandersetzung, die früher nicht geführt wurde, zu Ende bringen. In der Regel haben Widder-Menschen männlichen Nachwuchs weil es sich hierbei um ein zutiefst männliches Tierkreiszeichen handelt. Motto: Gib dem Leben neue Impulse und setz Dich durch!

Vaterbild:

Wahrscheinlich ist der Vater alles andere als eine Schlaftablette – im Gegenteil. Er kann kreativ, temperamentvoll, feurig, aber auch aggressiv oder cholerisch sein. Sein Widder-Kind betrachtet er als Kämpfer und Streiter für die Ehre der Familie und erwartet von ihm, dass es der Sippe einen männlichen Nachfahren schenkt. Das Verhältnis zwischen Vater und Widder-Kind kann von Konkurrenz bestimmt sein. Dabei will das Widder-Kind mit dem Kopf durch die Wand und „der Erste“ sein. Falls es aber den Kürzeren zieht, wird es wütend, auch wenn es seine Wut vor den anderen gerne verbirgt. Dabei ist ihm nicht klar, dass es durch sein Nachahmen letztlich die Anerkennung des Vaters wiedergewinnen möchte. Auf diese Weise ist jede Handlung eines Widdergeborenen mit dem Thema Durchsetzung verknüpft und demzufolge, bei Widerstand, oft mit körperlichen Verletzungen und Schmerzen verbunden.

 

Stier (21.04. bis 20.05):

Aufgabe innerhalb der Familie:

Beim Stier geht es immer um Revier, Geld und Genuss. Wahrscheinlich gab es hier Vorfahren, die ihr Land oder ihren Besitz verloren haben. Deshalb pflanzen die Ahnen in ihnen den Wunsch nach einem Platz ein, zu dem sie gehören und an dem sie Wurzeln schlagen können. Das ist der Grund, warum Stiere sesshaft sind und lange an einem Ort verweilen wollen. Auf diese Weise können sie die frühere Tradition quasi fortsetzen, und dies umso mehr, wenn die Familie zuletzt entwurzelt war und keine Sicherheiten mehr hatte. Dabei sollten sie lernen, sich selbst, ihr Handeln und ihr Verhalten per se wertzuschätzen und sich nicht von Geld abhängig zu machen.

Motto: Nimm ein Revier ein, verdiene dein Geld und genieße!

Vaterbild:

Stiere werden oft in ein Umfeld hineingeboren, in dem der Wert eines Menschen nur an seinem Eigentum gemessen wird, im Sinne von: Hast du was, dann bist du was. Hast du nichts, dann bist du nichts. Auch diese Sichtweise ahmt man dann als Kind nach. Meist für lange Zeit. Irgendwann allerdings wird sie das Schicksal lehren, dass nichts von Bestand ist: Das Gegenzeichen Skorpion bricht ins Leben ein. Erst dann erkennen sie, was wirklich wichtig ist. Nämlich den Vater als Vater zu ehren – als derjenige, der dem Stier-Kind das Wertvollste geschenkt hat, das es auf Erden gibt: Das Leben. Das genügt. Bei Frauen rührt das Gefühl des „weniger wert seins“ oft auch daher, dass sie eigentlich ein Bub hätten werden sollen. Sie spüren, dass sie hier „fehl am Platz“ sind.

 

Zwillinge (21.05. bis 21.06):

Aufgabe innerhalb der Familie:

Zwillinge werden von der Sippe ins Leben gerufen, wenn einer Gemeinschaft die Gefahr der Erstarrung droht. Ihr Auftrag lautet, allzu feste Verwurzelungen und Verhaltensweisen zu entknoten, sich wieder neugierig dem Leben in seiner Vielseitigkeit zu öffnen. Das bedeutet auch, sich vom Umfeld der Familie zu distanzieren. Auch gilt es, sich in diesem Leben nicht allzu sehr von Gefühlen leiten zu lassen oder Verpflichtungen einzugehen. Zwillinge sollen niemals festhalten, sondern flexibel, vielseitig, beweglich und neutral bleiben. Im Austausch mit anderen sollen sie erkennen, dass es so viele verschiedene Sichtweisen und Wahrheiten wie Menschen gibt.

Motto: Sei ein Schmetterling – fliege von Blüte zu Blüte!

Vaterbild:

Wahrscheinlich wurde zuhause viel kommuniziert und es war immer etwas los. Trotzdem fehlte eine gewisse emotionale Bindung. Oder man hat einen Vater, der überhaupt nicht geredet hat. Vermutlich waren es ungute persönliche Erfahrungen, die ihn verstummen ließen. Deshalb müssen Zwillinge lernen, ihre „eigene Sprache“ zu sprechen, indem sie beweglich, offen, neugierig und bereit sind, sich mit der Welt auszutauschen. Das können sie aber nur, wenn sie ihrem Vater für seinen „Spiegel“ danken und ihn bitten, ihnen seinen Segen zu geben. Dann erst können sie den Auftrag zu Ende führen, so wie er in ihnen angelegt ist.

 

Krebs (22.06. bis 22.07):

Aufgabe innerhalb der Familie:

Ein Krebs entsteht, wenn in der Vergangenheit die väterliche Sippe in alle Winde zerstreut war. Oder wenn es in der Familie zu wenig Kinder gab oder schon früh gestorben sind. In diesen Fällen wollen die Seelen der Ahnen einen Krebs „nachschicken“. Schließlich steht das Tierkreiszeichen „Krebs“ an der „tiefsten“ Stelle vom Zodiak. Dort „unten“ liegt archetypisch nicht nur die Wiege der Familie, sondern auch der Schoß, die Quelle dessen, der man ist und sein wird. Deshalb bedeutet der Verlust der Familie immer auch „Verlust der Identität“. Das ist der Grund, warum gerade Krebsgeborene der Familie besondere Würdigung entgegenbringen sollen.

Motto: Gründe eine Familie und baue Dir ein Nest!

 

Vaterbild:

Mit Sonne im Krebs hat man in der Regel einen Vater, der das Familiäre und Zusammengehörige betont. Von seinem Krebs-Kind erwartet er, dass es die Familie stärkt und durch eigene Kinder und Kindeskinder den Strom der Ahnen nicht abreißen lässt. Es kann sich aber auch um einen Vater handeln, der sich ausschließlich um sich selbst kümmert und/oder andere Menschen beruflich be-muttert. Das Kind bleibt dann in einer unerfüllten Sehnsucht nach Versorgung und Geborgenheit zurück. Lösung: Es bittet ihn im Ritual sinnbildlich um die Sonne, damit es fortan selbst für sein Erleben und für seine Bedürfnisse einstehen kann. Dann erst kann es angstfrei und gut für seine Familie und für andere sorgen.

 

Löwe (23.07. bis 23.08):

Aufgabe innerhalb der Familie:

Wird ein Löwe geboren, hat die Sippe Sehnsucht nach Lebendigkeit. Männliche Grundenergie soll wieder Ehre und Glanz verliehen werden. Nicht selten gab es ruhmreiche Ahnen, deren besondere Energie und Schaffenskraft wieder aufleben soll. Damit ist zugleich die Aufforderung an den Löwen-Geborenen verbunden, Führungsaufgaben zu übernehmen, jemand zu sein, um den „andere kreisen“. Nicht zuletzt deshalb will ein Löwe auch Nachwuchs. Vor allem begehrt er Söhne, die den eigenen „Lebensstolz“ weitertragen. Sie holen damit nach, was in der Familienvergangenheit vielleicht zu kurz gekommen war. Gründen Löwen ein eigenes Unternehmen, lieben sie es wie ihre eigenen Kinder.

Motto: Sei charismatisch, kreativ und habe Kinder!

Vaterbild:

Hat jemand die Sonne im Löwen, so lässt das auf einen Vater schließen, der Autorität ausstrahlt. Von seinem Kind erwartet er, dass er die Sippe stark macht und dadurch insbesondere auch den Vätern Ruhm und Ehre bringt. Das Verhalten seinem Löwen-Kind gegenüber wird vor allem von Anerkennung und Motivierung geprägt sein. Sollte dies, aus welchem Grund auch immer, nicht der Fall gewesen sein, sollte das Löwen-Kind den Vater als Erzeuger seines Lebens ehren und ihn um den Segen (die Sonne) für sein eigenes Lebensfeuer und den eigenen lebendigen Ausdruck bitten.

 

Jungfrau (24.08. bis 23.09.):

Aufgabe innerhalb der Familie:

Jungfrauen werden in die Welt gesetzt, weil ein „pflegeleichtes“ Kind gebraucht wird, das zugleich die Botschaft eingeimpft bekommt: Werde früh selbständig! Schon im Kindesalter sind Reife und Entwicklung gefragt. Hier haben die Ahnen den Wunsch, dass der Nachkomme möglichst bald das Leben von sich aus „auf die Reihe bringt“. Grund: Unter den Vorfahren herrschten chaotische Verhältnisse und die Geschehnisse drohten aus dem Ruder zu laufen. Man weiß in der Rückbetrachtung oft nicht, wer zu wem gehört. Dieses Chaos soll nun geordnet werden. Denn Jungfrauen ist es wichtig, „einer Sache“ zu dienen bzw. einem inneren Handlungsauftrag im weitesten Sinne zu folgen. Oft sind sie deshalb auch in helfenden oder sozialen Berufen. Ziel ist dann die Selbsterlösung (gegenüber der Jungfrau liegen die Fische!).

Motto: Bringe das Leben zur Reife!

Vaterbild:

Jungfrauen haben oft Väter, die den Dingen des Lebens mit Vorsicht begegnen und systematisches und kritisches Denken fördern. Von seinem Jungfrau-Kind erwartet er Demut und Bescheidenheit, frühe Selbständigkeit und Anspruchslosigkeit. Darüber hinaus soll das Kind einen Weg einschlagen, der aus der Enge der Sippe herausführt. Dabei ist die Beziehung zwischen Vater und Kind oft durch Distanz und Kritik gekennzeichnet. Das kann dazu führen, dass Jungfrau-Kinder gerne andere kritisieren – und vor allem sich selbst, und darüber hinaus das spielerische Element in ihrem Leben vergessen. Lösung: „Lieber Vater, du hast es so gemacht, du konntest nicht anders. Ich habe jetzt die Wahl und sorge von heute an zuerst für mich, dann habe ich auch die Kraft, für andere da zu sein. Bitte gib mir deine Sonne, ich mache sie nun zu meiner eigenen!“

 

Waage (24.09. bis 23.10):

Aufgabe innerhalb der Familie:

Eine Waage wird geboren, um auszugleichen. Sie wird ins Leben gerufen, wenn in der Sippe schon lange Unfrieden und Streit herrschen oder wieder aufs Neue auszubrechen drohen. Friede soll sein, um den Preis, dass „das Eigene“ zurückstehen muss. Und sie wollen Gerechtigkeit schaffen! Dies vor allem dann, wenn früher im Umfeld der Familie insbesondere im Zusammenhang mit Liebesbeziehungen großes Unrecht geschah. Dann entsteht in ihnen eine Idee, wie sie das Defizit oder Unrecht im persönlichen und familiären Bereich ausgleichen könnten. Und dies mit großer Vehemenz, die manchmal auch über das Ziel hinausschießt. Gerade Waagen tun alles „aus Liebe“.

Motto: Frieden schaffen und ausgleichen!

Vaterbild:

Waagen haben oft einen Vater, der Sinn für das Schöne und Geschmackvolle hat und die Kunst liebt. Von seinem Kind erwartet er ein ausgleichendes und verständnisvolles Temperament. Es soll der Familie und Sippe durch praktizierte Liebe und Gerechtigkeit zur Ehre gereichen. Das Verhalten seinem Kind gegenüber wird grundsätzlich von Verständnis und Harmonie bestimmt. Das führt in der Regel zu einem großen Anspruch an die Welt. Waage-Menschen meinen oft, dass wenn sie selbst alle Künste der Verschönerung einsetzen, alle ihre Bedürfnisse befriedigt werden. Das ist jedoch nicht der Fall. Lösung: „Lieber Vater, ich bitte dich um deinen Segen, dass ich in meinem Leben Liebe haben darf und dafür, dass ich meine Partner genauso schätzen kann, wie ich mich selbst schätze.“

Skorpion (24.10. bis 22.11):

Aufgabe innerhalb der Familie:

Kommt ein Skorpion auf die Welt, so hat er den Auftrag, den „Geist“ der väterlichen Sippe zu hüten und weiterzutragen. Er ist quasi Träger dieser Ahnenkraft. Oft geht auch die Geburt eines Skorpion-Kindes mit dem Tod eines nahen Verwandten einher. Auch findet sich erfahrungsgemäß in der väterlichen Linie des Skorpiongeborenen fast immer ein tragisches Schicksal bzw. ein Drama mit tödlichem Ausgang. In jedem Fall ist für eine Sonne im Skorpion das plutonische Gesetz des „Stirb und Werde“ unabdingbare Verpflichtung: Ich mag sterben, doch mein Blut, meine Gene gebe ich an die Nachfahren weiter. Das Individuum vergeht, die Sippe bleibt, und koste es das Leben des Einzelnen.

Motto: Tue alles für Deine Sippe – ohne Dich aufzugeben!

Vaterbild:

Bei Sonne im Skorpion schließt man in der Regel auf einen Vater, der mit seiner Herkunftsfamilie verbunden ist und dem das Thema „Vergänglichkeit“ anhaftet. Ahnen des Vaters können früh gestorben sein und so entstand die Angst, die Sippe könnte vergehen. Das Skorpion-Kind soll daher alles tun, damit der Strom der Sippe nicht versiegt. Es wird erwartet, dass es sich um die Vergangenheit kümmert und ihr einen Platz in der Zukunft sichert. Dabei nutzt der Vater oft wiederkehrende Rituale, die die Bindung und das Zusammengehörigkeitsgefühl der Sippe stärken sollen. Das kann jedoch auch in Kontrolle ausarten: Lösung: Lassen Sie das Schicksal des Vaters und seine Verstrickung darin bei ihm! Bitten Sie ihn um den Segen für den eigenen, so weit wie möglich selbstbestimmten Lebensweg. Das bedeutet: Den Wandel, die Transformation, die das Leben ausmacht, mit ganzem Herzen annehmen. Vieles ist oft anders, als man lange glaubt!

 

Schütze (23.11 bis 21.12):

Aufgabe innerhalb der Familie:

Schützen sollen zusammenfügen, was einst getrennt wurde – um dem Leben einen höheren Sinn zu geben. Sie werden in die Familie gerufen, um verwundete und gespaltene Seelen in den Sippenlinien wieder miteinander zu versöhnen. Und sie machen sich auf, um Verstorbenen ihre Würde zurückzugeben. So sind Tote erst geehrt, wenn sie durch eine Zeremonie verabschiedet wurden. Kam jemand in der Vergangenheit aus Dummheit oder Intoleranz zu Schaden, empört sich das Herz des Schützen. Anders gesagt: Die aufklärende und heilende Kraft eines Schützen ist immer dann gefragt, wenn ein Leben vergeudet wurde. Daher hassen Schützen Kriege, ja, sie haben eine geradezu innere Scheu vor jedweder Aggression. Sie ist für den Schützen triebhaft-böse und hat in seinen Augen schlimme Folgen. Denn für Schützen ist das Leben heilig. Wenn es entgleitet, weint Gott in ihnen.

Motto: Mache wieder gut, was falsch lief!

 

Vaterbild:

Sonne im Schützen lässt auf einen Vater schließen, der geistig wach, offen und interessiert ist. Sein Schütze-Kind soll einen Weg einschlagen, der Wunden aus der Vergangenheit der Sippe heilt und Lasten mindert. Er erwartet Interesse an „Gott und der Welt“ und geistiges Verstehen. Sein Wissen und Wesen setzt er ein, um die Entwicklung seines Kindes zu fördern. Manchmal entstammt er auch einem anderen Kulturkreis, der uns für das Fremde öffnet. War das alles nicht der Fall, lautet die Lösung: „Lieber Vater, ich achte den Sinn deines Lebens und damit auch den Sinn meines Lebens, selbst wenn ich vieles nicht verstehen kann. Ich bin nicht besser als du. Bitte gib mir Deinen Segen!“

 

Steinbock (22.12. bis 20.01):

Aufgabe innerhalb der Familie:

Steinböcke sollen das Leben wieder in eine höhere Ordnung einfügen und dabei Bewusstheit und Klarheit gewinnen. Sie werden früh in die Verantwortung geführt. Bereits als Kind spüren sie: Das Leben ist kein Spiel, es dient einer größeren Aufgabe! Auf diese Aufgabe werden sie vorbereitet! Steinböcke sind also in besonderer Weise gerüstet, einem emotional unsicheren Leben zu trotzen, um die Familie wieder zu stabilisieren. Dies gilt vor allem dann, wenn in der Familie jemand Selbstmord beging oder versuchte – dies aus einem Affekt heraus oder aufgrund überbordender Gefühle, die außer Kontrolle gerieten. Steinbock-Energie wird gerufen als Abgrenzung und Schutzschild gegen zu viel Krebs, zu viel Familie, zu viel Mütterlichkeit und Fürsorge. Steinböcke erlassen sich selbst ein inneres Gebot: Sei beherrscht, behalten immer die Übersicht, denn zu viel Gefühl ist gefährlich! Steinbock-Energie wird in die Welt gerufen, wenn in der Sippe eine emotionale Pause angebracht ist und stattdessen klare Verantwortlichkeiten Vorrang haben sollen.

Motto: Sei fleißig, ehrgeizig und grenze dich emotional ab!

Vaterbild:

Oft wird der Vater als Autoritätsperson erlebt – streng, maßregelnd, strafend und unnahbar. Das Steinbock-Kind soll einen Weg einschlagen, der Familie und Sippe Stolz und Würde bringt. Das Verhalten seinem Kind gegenüber orientiert sich vor allem an Leistung und Disziplin („Reiß dich zusammen! Was denken bloß die anderen!“). Aus Solidarität zum Vater, weil sie nichts anderes kennen, und auch, weil sie meinen, auf diese Weise seine Zuwendung zu erhalten, ahmen sie ihn nach. Das sieht oft so aus, dass Steinbock-Kinder, wie ihr Vater, ehrgeizig nach Anerkennung streben. Nicht nur das. Sie glauben, es auch besser zu machen als er. Lösung: Steinbock-Kinder müssen wieder „kleiner“ werden und ihrem Vater für seine Art der Pflichterfüllung danken, weil sie wissen, dass er nur das Beste für sie tat, so gut er es eben vermochte. Lösung: „Nun aber bin ich erwachsen. Ich nehme von dir das Leben in großem Ernst entgegen und führe es weiter in eigener Verantwortung. Bitte segne mich!“

 

Wassermann (21.01. bis 19.02.):

Aufgabe innerhalb der Familie:

Wassermänner werden gerufen, wenn insbesondere die väterliche Linie in Tradition, moralischen Grundsätzen und überholten Strukturen erstarrt ist. Die „Macht des Blutes“ soll gebrochen werden. Das heißt, der Wassermanngeborene muss alte „Programme“ und „Muster“ hinter sich lassen. Er hat das „Andere“, „Außergewöhnliche“, „Fremde“ und „Neue“ zu suchen, um es zu leben. Diesen „Aussteiger“ gab es auch schon früher. Doch weil dieser Verwandte den Sippenkodex vermeintlich gefährdete, wurde er bestenfalls ignoriert oder gleich verbannt und somit zum schwarzen Schaf, zum Sündenbock. Die Verweigerung der Zugehörigkeit führt dazu, dass nun der Wassermann-Nachkomme die Rolle des „Querkopfes“ übernimmt. Auf diese Weise achtet er durch das eigene „andersartige“ Verhalten, oft gepaart mit Bindungsunfähigkeit, unbewusst den früheren Außenseiter. Dabei bleibt dem Wassermann keine Wahl als dieses „andere“ zu leben. Er hat den Auftrag, aus der Familie auszubrechen, ein Nestflüchter zu sein. Seine Wurzeln verlieren sich in der Regel im Dunkeln. Oft sind sie energetisch Nachfahren von „Kuckuckskindern“ und verhalten sich in der Regel ganz anders als ihre Geschwister.

Motto: Sei anders als die anderen in der Familie!

Vaterbild:

Bestenfalls fördert der Vater Eigenwilligkeit und Individualität bei seinem Wassermann-Kind weil er sie auch selbst lebt. Sein Nachfahre soll dann die Grenzen der Sippe öffnen und Fremdes aufnehmen. Und es soll Eigenes in die Fremde tragen („Benutze deinen Verstand! Sei erfinderisch! Lass dir nichts gefallen!“). Oft findet man hier jedoch einen Vater, der – aus welchen sozialen Zwängen heraus auch immer – stets auf Achse und nie wirklich präsent war, wenn das Wassermann-Kind ihn und seine Nähe brauchte. Manchmal wird er sogar als „Hallodri“ oder „Seitenspringer“ empfunden, der sich „abseilte“, wenn es in der Familie Probleme gab. Lösung: Achten Sie den individuellen, besonderen Weg des Vaters und bitten Sie ihn zugleich um den Segen, wenn Sie es trotzdem anders machen!

 

Fische (20.02. bis 20.03):

Aufgabe innerhalb der Familie:

Bei Fische-Geborenen waren in der Sippe des Vaters die Männer in der Regel unerwünscht oder verschwunden. Nicht selten fehlt der Vater oder einem Mann wird die Vaterschaft abgesprochen oder untergeschoben. Meist wird in der väterlichen Linie auch etwas verheimlicht, die Herkunft ist voller Rätsel. Oft sind Vorfahren unbekannt oder früh verstorben. Mit anderen Worten: Sonne in den Fischen löst die Vaterrolle auf. Das heißt, dem Vater wird die Würde abgesprochen, voll und ganz Vater zu sein. Und wenn der Vater physisch oder emotional „nicht da“ ist, entfremdet sich das Kind vom Vater und wird selbst zunehmend „fischehafter“ – letztlich aus Solidarität und Liebe zum Vater. Auf diese Weise will es helfen und heilen. Denn wer seinen Vater auf Erden nicht findet, sucht ihn im Himmel! Oder in der Mystik, in der Esoterik, im Kloster oder in spirituellen Kreisen. Fische sind oft die Brücke zur Anderswelt, und auch die Brücke zu den Toten. Sie werden deshalb oft ganzheitliche Ärzte und Therapeuten.

Motto: Heile und mache das Leben ganz!

Vaterbild:

Manchmal hat das Fische-Kind „Glück“ und der Vater arbeitet in sozialen oder helfenden Berufen. Mit seinem feinen Gespür weiß er immer, was das Kind braucht. Es kann sich ihm ganz und gar anvertrauen. In den meisten Fällen jedoch wird der Vater als fremd, abwesend und geheimnisvoll erlebt. Er ist nur schwer zu fassen und einzuordnen. Das Verhältnis zwischen Vater und Kind ist oft distanziert („Lass mich in Ruhe! Ich habe keine Zeit! Ich bin krank!“). Fische-Kinder sehnen sich oft nach ihrem Vater, doch er hat sich ihnen entzogen oder sie haben ihn verloren. Daher haben sie kein Vorbild vor Augen, das ihnen zeigt, was lebensbejahendes Handeln wirklich bedeutet. Das werfen sie ihrem Vater vor und missachten ihn. Solange sie das tun, können sie ihn und das Leben jedoch nicht annehmen. Aus Solidarität zu ihrem Vater im Außen, lassen sie auch ihren inneren Vater verschwenden, als ob sie dadurch etwas gut machen und ausgleichen könnten. Lösung: „Lieber Vater, du bist der einzige und richtige Vater für mich. Ich danke dir für das Leben in seiner Ganzheit. Ich nehme es nun dankbar an, und tue das Beste damit, solange ich auf dieser Erde bin – zu meinem Wohle und zum Wohle aller.“

Buchtipps:

  1. Friedrich A. Maier: Familienastrologie: Systemische Deutungsbilder für das eigene Horoskop, Chiron Verlag.
  2. Erich Bauer: Das Erbe der Ahnen, Trauma und Schicksal im Familienhoroskop, Kailash-Verlag.
  3. Erich Bauer: Die Kraft der Ahnen: Familienschicksale im Horoskop, Kailash-Verlag.
  4. Ingrid Zinnel: Familienkonstellationen im Horoskop: Verstrickungen und Lösungen aus astrologischer Sicht, Chiron-Verlag.

Infos & mehr:

Sonja Schön hat sich als Astrologin auf die Gebiete Liebe, Schicksal, Karriere und Wellness spezialisiert. Mehr unter www.astrojob.com und www.astroheute.com

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