„Geistheilung“ von Urs Gisler (Rezension)

Ein Buchtipp in Kooperation mit SPUREN. Rezension von Esther Räz

Geistheilung UrsWo andere gerne ein Geheimnis daraus machen, ist Urs Gisler offen und sachlich. In seinem Erstlingswerk «Geistheilung» erzählt er, wie er als junger Mann zum Geistheilen gefunden hat und wie er sich durch das Studium der unterschiedlichsten Bereiche eine breite Basis schaffen konnte: die Ausbildung zum Physiotherapeuten, die Lehre über unsere feinstofflichen Körper, die Kraft der Gedanken, die Chakren, die Bedeutung der Atmung, das I Ging, das Geistige Familienstellen, die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) und Ayurveda, «das Wissen vom Leben». Urs Gisler berührt alle Bereiche, die ihm in seiner Arbeit dienen. Die Übungen, die er vorschlägt, damit wir Leserinnen und Leser den Zugang zum Geistheilen selber finden können beziehungsweise darin Fortschritte machen, entsprechen seinen eigenen subjektiven Erfahrungen. Ein sehr persönliches und darum besonders interessantes Buch, zeitgemäss auch in der Aussage, dass die Menschheit den Sprung aus dem Egoismus in die Nächstenliebe schaffen muss, wenn sie weiter bestehen will.


Leseprobe aus Urs Gisler: Geistheilung (Aquamarin Verlag, Grafing 2016)

DIE WISSENSCHAFT BEWEIST

Handauflegen oder Geistheilen ist eine der ältesten natürlichen Heilmethoden, welche die Menschheit kennt. Jede Mutter kann die lindernde Wirkung ihrer Hände erfahren, wenn sie eine schmerzhafte Körperstelle ihres Kindes sanft berührt; seien es Bauch- und Kopfschmerzen oder das aufgeschlagene Knie. Das Auflegen der mütterlichen Hände wirkt beruhigend auf Schmerz und Kind.

Wir alle haben schon Geistheilung erfahren, und trotzdem bezweifeln die Menschen deren Existenz. Es scheint fast eine Gesetzmäßigkeit zu sein: Je mehr rational geprägte Bildung der Mensch bekommt, desto weniger glaubt er an seine natürlichen Fähigkeiten.

In den letzten Jahren gab es vermehrt namhafte Wissenschaftler, die ohne Vorurteile das Phänomen Geistheilung erforschten. Im Jahre 2010 nahm ich an einer wissenschaftlichen Testreihe teil, welche durch Prof. Popp aus Deutschland und Prof. Ignatov aus Bulgarien durchgeführt wurde. Es handelte sich dabei um konkret fünf Experimente.

Professor Popp hatte ein Verfahren zur Messbarkeit der Einflussmöglichkeit eines Heilers auf einen Patienten mittels Handauflegen entwickelt. Er stellte bereits in den Siebzigerjahren die These auf, dass jede Zelle eine Lichtfrequenz ausstrahle und kranke Zellen im UV-Bereich zu strahlen beginnen würden. Er postulierte, dass die Wirkung des Handauflegens durch eine Photonenoder Lichtübertragung stattfinde; wobei die Lichtwellen des Heilers den Frequenzbereich des Patienten überlagerten und dadurch einen Impuls zur Neuordnung im geschwächten System gäben.

Der zweite Test wurde durch Dr. Dr. Andrej G. Lee, Mediziner und Physiker aus Russland, durchgeführt. Dieser Test misst, nach Definition von Dr. Lee, die Fähigkeit einer Person, die psychophysische/psycho-kinetische Beeinflussung von „weißem Rauschen“. Übersetzt bedeutet dies: Die Messung der Fähigkeit einer Person, mittels Gedankenkraft ein energetisches System zu beeinflussen.

Die drei letzten Tests wurden durch Dr. Ignat Ignatov durchgeführt. Sie beinhalteten erstens die Schwarz-Weiß-Kirlian-Fotografie, welche Auskunft über die Ausdehnung der bioelektrischen Aura eines Heilers gibt. Sie zeigt an, über welches Maß an Vitalenergie ein Mensch zum Heilen verfügt.

Zweitens eine Messung, basierend auf der Spektralanalyse von Wasser, welche die Fähigkeit einer Person misst, Energie auf Wasser zu übertragen. Dies geschieht, indem der Proband über einen Zeitraum von zwanzig Minuten Energie mit seinen Händen auf eine Flasche mit 120 ml entionisiertem Wasser überträgt. Im Hinblick darauf, dass der menschliche Körper aus 80% Wasser besteht und bei Krankheiten oft ein Energiedefizit im Körper auftritt, ist dieser Messwert aussagekräftig. Die Möglichkeiten, Energie zu übertragen, um Defizite auszugleichen und Selbstheilungskräfte zu aktivieren, werden somit messbar.

Drittens ein Fernexperiment, welches die Fähigkeit einer Person bewertet, gedanklich eine Flasche mit entionisiertem Wasser an einem entfernten Ort zu beeinflussen. Diese Messung bestand aus zwei Teilen: Der je 30-minütigen Beeinflussung einer freistehenden sowie einer in einem metallenen Behälter eingeschlossenen Flasche. Beide weitab von meinem Wohnort in der Schweiz in einem Labor in Sofia stehend.

Diese Testreihen von anerkannten Wissenschaftlern helfen dem Geistigen Heilen, ein wissenschaftliches Fundament zu erlangen. Ich bin sicher, dass dies erst der Anfang ist. Falls es gelingt, Messgeräte zu entwickeln, die subtilere feinstoffliche Ebenen der Heilenergie messbar machen, wird dies zu einer Revolutionierung unserer Medizin führen.

ERLERNEN DES HEILENS

Die Resultate der im letzten Kapitel besprochenen wissenschaftlichen Experimente können durch gezieltes Training gesteigert werden. Spezifische Atemund Konzentrationsübungen verbessern die Werte der Testreihen. Je bessere Resultate ein Proband erreicht, desto mehr Energie hat er zur Verfügung und desto größer sind seine Heilerfolge. Diese Sichtweise klingt zwar logisch, reduziert aber das Heilen auf eine sportliche Disziplin. Aus meiner persönlichen Erfahrung ist es damit jedoch nicht getan!

Die in den Tests gemessene Energie ist die Vitalenergie eines Heilers. Diese kann durch gesunde Ernährung, Qi Gong, Yoga oder gezielte Atem- und Entspannungsübungen gesteigert werden. Unbestritten hat diese erarbeitete Energie eine heilende Wirkung und einen gewissen Ordnungsgrad.

Heilenergie aber nur als Vitalenergie zu bezeichnen, wäre zu einfach. Um den Begriff Heilenergie bildlich zu erklären, stelle man sich einen weißen Lichtstrahl vor. Dieser besitzt ein Farbspektrum von Rotbis hin zu den subtilen Blauund Lila-Tönen. Nimmt man dieses Beispiel als Vergleich, so könnte man die Vitalenergie in den Bereich der Rotbis Gelbtöne einordnen. Je höher aber die Schwingungsebene der Heilenergie wird, desto subtilere Farbtöne entstehen, desto höher wird der Ordnungsgrad.

Wie erreicht ein Heiler diese subtileren Ebenen? Vitalenergie-Übertragung wird im Geistigen Heilen auch als Heilmagnetismus bezeichnet, und Heiler, welche ausschließlich in diesem Bereich der Energieübertragung tätig sind, nennt man Magnetopathen. Das Erreichen der zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht messbaren subtileren Heilenergieebenen ist abhängig von der persönlichen und seelischen Reife eines Heilers.

Entwickelt ein Heiler Mitgefühl für alles Leben, stellt er sich in den Dienst einer höheren Ordnung. Er löst sich von seinem Ego und wird zum Instrument einer schöpferischen Kraft. Unabhängig davon, wie er seine Schöpferkraft benennt (Gott, The Great One, Allah usw.), lässt sie ihn subtilere Seelenkräfte entwickeln.

Diese ermöglichen es einem Heiler nicht nur, das physische System des Patienten, sondern auch die feineren seelischen Ebenen zu beeinflussen.

Leser, welche sich schon länger mit diesen Themen auseinandersetzen, wissen bestimmt, dass durch die Anwesenheit eines Meisters ein seelischer Reifeprozess möglich ist. In seiner Gegenwart wird unser Energiefeld von seiner Ausstrahlung durchdrungen und hebt unsere eigene Energie auf eine höhere Schwingungsebene. Unser Bewusstsein wie auch unsere Wahrnehmung werden erweitert.

Entwickelt ein Heiler seine subtilen Seelenkräfte, findet die Heilung nicht nur auf der physischen Ebene statt, sondern er wirkt auch als Katalysator für den Reifeprozess des Patienten. Heilung der physischen Beschwerden ohne seelisches Wachstum des Patienten hat oft zur Folge, dass der Patient nach einer gewissen Zeit erneut erkrankt.

Natürlich ist eine gute Gesundheit für den Behandler von Vorteil. Heilen bleibt aber nicht nur gesunden und starken Menschen vorbehalten. Durch die Reifung der subtilen Seelenkräfte werden physische Grenzen überwunden und die geistige Heilkraft voll wirksam.

VORAUSSETZUNGEN

Fühlt sich ein Mensch zum Geistigen Heilen berufen, sollte er zu Beginn seine Motivation prüfen. Mit den folgenden Grundsatzfragen versuche ich, mich immer wieder zu konfrontieren und auch infrage zu stellen.

Entspricht es meinem tiefen inneren Bedürfnis, Menschen zu begleiten und im Heilungsprozess zu unterstützen, oder ist der Drang zu helfen nur eine Flucht aus dem Alltag, eine Kompensation für die Mängel des Lebens?

Bin ich bereit, mich laufend weiterzuentwickeln, meine Energie zu verfeinern und genügend Verantwortung für meine eigene körperliche und seelische Gesundheit zu übernehmen?

Habe ich den Mut und das Vertrauen, mich ganz auf die schöpferische Führung einzulassen?

Bin ich mir bewusst, dass ich nur als Übermittler dieser ordnenden Kraft diene, oder nähre ich durch erfolgreiche Heilbehandlungen nur mein Ego?

Besitze ich genug Mitgefühl, um auf alle Lebewesen ohne Vorurteile gleich einzugehen? Habe ich das innere Vertrauen, mir und meinem Weg, trotz möglicher Anzweiflungen und Widerstände, treu zu bleiben?

Die erwähnten Punkte sind sicherlich subjektiv und nicht abschließend. Ich denke, jeder findet seine eigenen, für ihn richtigen Fragen.

Oft ist die Tendenz groß, sich zu verausgaben, da wir ja lieber Hilfe leisten, als auf uns selbst zu achten. In der feinstofflichen Arbeit ist die Gefahr auszubrennen nicht zu unterschätzen. Es bedarf immer wieder Momenten der Ruhe, um die eigenen Batterien aufzuladen. Müdigkeit verhindert eine gesunde Abgrenzung gegenüber dem Klienten, und man verliert schneller seine Energie. Wir müssen uns auch bewusst sein, dass die Akzeptanz des Heilens in der Gesellschaft zum Teil immer noch gering ist und man oft auf Kritik und Anzweiflungen stößt. Auch dies ist ein Grund, sich die nötige Ruhe und Sammlung zu geben. Nur durch Gelassenheit und innere Ruhe gelingt es uns, mit den schöpferischen Kräften in Verbindung zu bleiben und aus dieser Quelle unsere Kraft und unser Vertrauen zu schöpfen.

Ich bin aber nicht der Ansicht, dass wir uns völlig vom Leben in der Außenwelt zurückziehen sollten, um nur noch zu meditieren. Unsere Persönlichkeit reift durch die Aufgaben des Alltags, und durch die innere Reife werden wir auch einen Gewinn für unsere Arbeit erzielen.

Aus meiner Sicht ist dies eine der größten Herausforderungen: Die Waage zwischen außen und innen im Gleichgewicht zu halten.

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