„Gefühle & Emotionen“ von Vivian Dittmar (Rezension)

Rezension von Natascha Stevenson

Gefühle Emotionen Vivan DittmarAm Anfang steht ein großes Fragezeichen. Sind Gefühle und Emotionen dasselbe? Sicher nicht, sonst würde es für diese zwei Dinge nicht zwei Begriffe geben. Doch was sind Gefühle oder Emotionen denn genau, und wozu sind sie gut? Machen diese nicht oft nur Probleme und alles komplizierter?

Vivian Dittmars Eltern erklärten ihr schon als Kind, dass Gefühle wichtig sind. Warum diese wichtig sind, konnte ihr aber keiner erklären… und so hat sich die Mutter von zwei Söhnen, denen sie dieses Buch widmet, diese Frage heute einfach selbst beantwortet. Das bereits sehr erfolgreiche Sachbuch von 2007 wurde 2014 in einer aktualisierten Neuauflage wieder veröffentlicht und enthält 50 Seiten neue Inhalte.

Es soll als eine Gebrauchsanweisung bzw. als ein Reiseführer durch die Welt der menschlichen Empfindungen verstanden werden. Den von ihr entwickelten Gefühlskompass nimmt sie als Hilfsmittel zur Veranschaulichung der 5 Gefühlskräfte: Freude, Scham, Wut, Angst und Trauer. Diese unterscheidet sie streng von den meist mit Schmerz und Leid verbundenen Emotionen: „Emotionen sind Gefühle, die nicht gefühlt und daher auch nicht als Kräfte eingesetzt wurden.

Daneben existieren aber natürlich auch noch andere Empfindungen, die im Volksmund fälschlicherweise ebenfalls „Gefühle“ genannt werden. Beispielsweise körperliche Empfindungen wie die der 5 Sinne, oder biologische Programmierungen, wie Hunger und Durst, Gier und Neid, Muttergefühle und Verliebtheit. Solche haben ihren „Ursprung in unserer Tiernatur“ und „sollen uns einfach nur am Leben erhalten und dafür sorgen, dass wir uns möglichst effizient fortpflanzen.“ Daraus ergibt sich auch die selten verstandene Tatsache, das Verliebtheit und Liebe nichts miteinander zu tun haben.

Laut der Autorin fällt Liebe nämlich in eine weitere Kategorie: Fähigkeiten bzw. Bewusstseinszustände. Im Unterschied zu den bereits erwähnten Empfindungen sind diese welche, die man nicht in die Wiege gelegt bekommen hat, sondern selbst entwickeln und üben muss. Zu ihnen zählen Dankbarkeit, Respekt, Achtsamkeit, Mitgefühl, Hingabe und Vertrauen, Annahme sowie auch Liebe und Verbundenheit.

„Liebe im Sinne einer Fähigkeit spielt erst dann eine Rolle, wenn wir mit Seiten eines Menschen konfrontiert sind, die uns nicht gefallen. Liebe ist die Fähigkeit, diese Seiten als Teil seiner Gesamtheit anzunehmen, ohne unsere eigene Abneigung gegen sie zu verleugnen. Verleugnen wir nämlich gleichzeitig unsere eigene Abneigung gegen sie, haben wir die Liebe zu uns selbst vergessen. Dann ist unsere Liebe keine Liebe, sondern Selbstverleugnung. Wahre Liebe ist also immer die Verschmelzung von Gegensätzen.“

Wer Liebe und andere Phänomene also endlich verstehen will, liegt mit dieser Lektüre genau richtig! Die Autorin drückt in einfachen Worten komplexe und schwer zu fassende „gefühlsbetonte“ Themen aus und offenbart dem Leser gleichzeitig 12 praktische Übungen, durch die er in sein Innerstes blicken kann. Man erreicht neue Klarheit und Reinheit mit sich selbst und letztlich einen  positiven Einsatz der sogenannten „negativen Gefühle“. Nach ihrem Motto: Einfach ausdrücken statt einfach wegdrücken!

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