„Den Rücken selbst heilen“ von Dr. Martin Marianowicz (Rezension)

Rezension von Natascha Stevenson

rueckenSchmerzen im Rücken sind vielfältig und haben sich zu einer Volkskrankheit entwickelt. Gymnastik und korrektes Sitzen sind typische Linderungsmaßnahmen für das so oft angeblich chronische Leiden. In diesem Buch wird jedoch gezeigt, dass der gewohnte einseitige Heilungsansatz zu unbefriedigenden Ergebnissen führen muss und welche wirkungsvollere Alternative es gibt. Viele Menschen steigern sich regelrecht in ihren Rückenschmerz hinein und geben sich damit geschlagen, ihn nicht loswerden zu können. Das unser Schmerzgedächtnis eines der Dinge ist, die es zu verstehen gilt, damit man sich erfolgreich selbsttherapieren kann, wird hier unter anderem durch Dr. Martin Marianowicz erläutert.

Sein Buch ist in zwei große Kapitel geteilt: 1. Den Rücken verstehen, 2. Das multimodale Rückenprogramm. Der Ansatz ist ein ganzheitlicher, darum widmet er dem ersten Abschnitt ein ganzes Buchdrittel – denn ohne das grundlegende Verständnis für die Zusammenhänge und die entscheidenden Schmerzauslöser, funktioniert Heilung höchstens kurzfristig. Aus dem bedrückenden Feind wieder einen Freund zu machen, ist einer der ersten Schritte in die Heilung. Der Autor deckt Fallen auf, in die wir tappen, ohne zu merken wie schädlich diese für unseren Rücken sind. In seinem vorgeschlagenen Rückenprogramm zur Selbsthilfe werden die Schmerzen hinterfragt und Motivations- bzw. Entspannungsstrategien vorgestellt, bis hin zur Einschätzung von Medikamenten und Nahrungsmitteln.

Ganz typisch für den Ratgeberverlag sind die schlichten Farbfotos, die hier und da Verwendung finden und ein wenig an Wellness erinnern. Tabellen für individuelle Eintragungen und ein paar bunte Aquarell-Zeichnungen regen den Leser zum aktiv-werden an und machen Beschriebenes deutlich. Das „Mobilisationsprogramm“ besteht aus 12 effektiven Körperübungen, das „Rücken-Wohlfühltraining“ aus 10 Bewegungsabläufen – den Aspekt des eingenständigen Trainings für Zuhause deckt dieses Buch also durchaus ab.

Insgesamt ist das Sachbuch schön und sehr strukturiert gestaltet, die Texte sind in kleine „Häppchen“ aufgeteilt und daher angenehmt zu lesen. Das Werk bietet auf vergleichsweise kleinem Umfang großes Potential für eine gute Rückengesundheit durch Ganzheitlichkeit, die man einfach nur selbst in die Hand nehmen muss!

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1 Kommentar

  1. Ich lese mit Begeisterung alles was es über Dr. Marianovioz gibt, und muss sagen leider dass er nur Privatpatienten behandelt.
    Er hat im Grunde genommen recht, doch was die OPs an geht bin ich mir nicht mehr so sicher!
    Auch ich bin Leidtragender mit zwei LWS OPs. 1. OP Mai 2016 zweite OP August 2016. Geblieben ist mir leider eine Fusshebeschwäche und eine Parese und Schmerzen.
    Erste OP wurde nicht alles entfernt, dann folgte 2. OP als Notfall.
    Hatte eine Lähmung konnte fast nicht mehr laufen und kam mit RTW in die Klinik, dort sagte man mir sofoert OP und versteiffen. ( Hatte 2 Bandscheibenvorfälle L4/5) Versteiffen wollte ich nicht, ja dann wurde operiert und danach teilte man mir mit, da ich mich nicht versteiffen habe lassen bin ich meine Schmerzen nicht los und der Arzt will mich nicht mehr weiter behandeln.
    Das zum Thema Operationen.
    Aus Budgetgründen bekam ich auch keine PHysotherapie !!!
    Ja und jetzt laufe ich von Arzt zu Arzt, der mir helfen kann, damit ich meine Schmezen loswerde.
    Ein jeder Arzt ( falls ich zu einem Spezialisten komme, den die meisten behandeln nur noch Privat) versucht mich zu spritzen und zu veröden, ohne ein neues MRT zu machen.
    Jetzt gebe ich auf und versuche mich zu bewegen, dass sehr sehr schwer ist.
    ( Habe vor den beiden OPs viel Sport getrieben trotz meiner 68 Jahren und war sehr fit.
    Jetzt kann ich mich nur noch langsam bewegen , keine langen Strecken mehr gehen.

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