„Das geheime Wissen unserer Zellen“ von Sondra Barrett (Rezension)

Unsere Zellen hören zu – wir auch?
Buchauszug aus «Das geheime Wissen der Zellen» von Sondra Barrett

Das-geheime-Wissen-unserer-Zellen-CoverDank meiner Erkenntnisse über unsere Zellen ist mir klar, dass sie unsere Gedanken hören und entsprechend reagieren. Dies veranlasste mich dazu, einen Blick auf mein eigenes Zuhörverhalten zu werfen, was mir vor Kurzem eine neue Einsicht bescherte. Überlegen Sie, ob Sie dieses Verhalten ebenfalls kennen.

Bei einem gemeinsamen Spaziergang erzählt eine Freundin eine Geschichte, die ich schon mehr als einmal gehört habe. Ich reagiere innerlich auf ihre Worte und fange an, über das zu urteilen, was sie mir erzählt.

Plötzlich habe ich ein Aha-Erlebnis. Eine leise innere Stimme fragt: »Wieso hörst du nicht einfach zu, statt zu reagieren? Was würde dann geschehen?« Ich neige dazu, zumindest innerlich auf das zu reagieren, was andere mir erzählen. Je nachdem, was ich da höre, kann ich meine ganze Physiologie in die Depression oder in den Krieg stürzen.

Wie ist das bei Ihnen? Wenn wir einen inneren Dialog führen, in dem wir jemanden verurteilen oder kritisieren, reagieren unsere Zellen so wie dann, wenn wir Geheimnisse für uns behalten. Sie bekommen es mit und reagieren gestresst oder wütend. Deshalb muss unser innerer Kritiker nur eines tun: Er muss verschwinden.

Nachdem mich meine innere Stimme an das Jetzt erinnert hatte, hörte ich meiner Freundin einfach zu. Mein Körper entspannte sich, und ich empfand eine tiefere Verbindung dazu, einfach bei ihr zu sein. Was für einen Unterschied es machen kann, wenn man zuhört, ohne dass sich der innere Richter einschaltet!

Seit jener Offenbarung erinnere ich mich jedes Mal, wenn ich merke, dass ich beim Zuhören zu reagieren beginne, an meine Zellen und daran, dass ich die Wahl habe, einfach nur zuzuhören. Die Folge davon ist, dass es mir – und meinen Beziehungen – besser geht.

Damit möchte ich nicht sagen, dass ich mich nicht an der Diskussion beteilige. Ich achte lediglich auf einen möglichen Wechsel in den Reaktivitätsmodus und richte meine Aufmerksamkeit dann wieder auf den Gegenstand des Gesprächs. Ich lerne, Rücksicht auf meine Zellen zu nehmen: Sie lauschen sowohl meinen inneren Dialogen als auch der Außenwelt, und ich kann beschließen, sie nicht mit unnötigen Informationen wie etwa negativen inneren Urteilen über eine Freundin oder gar Kritik an mir selbst zu füttern.

Diese Lektion unserer Zellen birgt große Weisheit. Wir alle brauchen es, dass andere uns ebenso urteilsfrei zuhören, wie unsere Zellen es tun: die Menschen, die wir lieben, unsere Kollegen, ja sogar unsere Regierungen. Es ist wichtig für unser Überleben und unser Wohlbefinden.

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